Erste Schritte in einer neuen Technik: Fair Isle

27.11.16 09:24

Kennt ihr das? Manchmal ist man so beschäftigt damit, an Projekten zu werkeln, dass man kaum dazu kommt, von ihnen zu berichten…
Gerade bin ich zum Beispiel dabei, mein Alpaka zu waschen und zu kardieren/ver-rolag-en, für Weihnachten was vorzubereiten (was kann ich euch natürlich noch nicht sagen), ein weiteres Tuch und die Swatches für den Garntest zu stricken und ab und an nähe ich auch mal was…
Von all diesen Dingen werde ich euch aber nicht jetzt genauer erzählen, das mach ich später.

Heute möchte ich euch zeigen, was ich gestern bei meinem allerersten Strickkurs gelernt habe: Fair Isle-Stricken!
Für alle, die in Bezug auf die verschiedenen Stricktechniken nicht ganz so bewandert sind, ein kurzer Abriss:
Fair Isle ist eine Stricktechnik, mit der man mehrfarbige Muster stricken kann. Die meisten werden vermutlich die „Norwegermuster“ kennen, Fair Isle ist im Groben das Gleiche, kommt aber von den schottischen Fair Isle Inseln her.
Beim Fair Isle strickt man stets mit zwei Fäden gleichzeitig (nie mit mehr!), der Faden, der gerade nicht auf der Vorderseite sichtbar ist, wird hinten als Spannfaden mitgeführt, wodurch ein dickeres Strickstück entsteht, als wenn man ganz normal, also nur einlagig, stricken würde. Da Rückreihen mit den ganzen Spannfäden eher mühsam zu arbeiten sind, wird Fair Isle üblicherweise in Runden gestrickt. Will man ein flaches Strickstück haben, so strickt man einen Steek, eine Art „Nahtzugabe“, mit ein, in deren Mitte das Stück am Ende einfach aufgeschitten wird, so dass es flach liegen kann.

So, genug der Theorie, das hier ist mein „Musterstück“, das gestern innerhalb der Kurszeit entstanden ist:

dsci0636Das Stück ist weder gewaschen noch sonstwie behandelt, da es sich an den Rändern gerollt hat, hab ich es fürs Foto aber kurz auf eine Spannmatte „g’güfelet“.
Links und rechts an den Rändern habe ich die Steeks zurückgeklappt und begonnen, unterschiedliche Blenden anzustricken, das siehst du auch ganz gut auf folgendem Foto:

dsci0645Fazit: Das gleichzeitige Arbeiten mit zwei Fäden ist anfangs sicherlich etwas gewöhnungs-bedürftig, ansonsten geht Fair Isle aber eigentlich ganz flott von der Hand und ist auch nicht besonders schwer. Mir macht die Technik einen riesen Spass und ich staune echt über die vielen Mustermöglichkeiten, die sie einem eröffnen.In meinem Hirn rattert’s auf jeden Fall schon bezüglich eines ersten „richtigen“ bunten Projekts…
Ein kurzer Rückblick liefern möchte ich auch noch zum Kurs im Strickcafé:
Der Kurs war ganz prima und hat entscheidend dazu beigetragen, dass ich diese Art des Strickens so schnell und problemlos erlernen konnte. Vorallem das „Wie-in-die-Hände-Nehmen“ begreift man viel schneller, wenn es einem jemand live zeigt. Alleine zuhause hätt ich dafür vermutlich ewig gebraucht. Die Atmosphäre war entspannt, die Gruppengrösse auf 8 Personen beschränkt, die Kursleiterin äusserst kompetent und sehr geduldig. Material brauchte keines mitgebracht zu werden, selbst für die Verpflegung war gesorgt. Die Preis-Leistung hat absolut gestimmt. Ganz toll, vielen lieben Dank, liebe Anna und Susanna!

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