Rosen für die kalte Jahreszeit

08.12.2013 17:57
Nebst den Magnetkugeln habe ich mich letzte Woche auch am Herstellen von Vorfilz versucht. Laut meinem Anleitungsbuch sollte man die Wolle „nur leicht verfilzen, gerade so, dass sie von der Unterlage abgehoben werden kann ohne auseinander zu fallen“. Gesagt, getan. Oder so ähnlich. Die Frage, die sich mir nämlich ziemlich bald stellte, war „Was heisst „leicht“?“
Also, Wolle ausgelegt, angefilzt. Beim ersten Ausspülen merkte ich dann, dass meine Vorstellung von „leicht“ wohl doch etwas zu leicht war. Also nochmals mit Seifenwasser benetzt, weitergefilzt und wieder ausgespült.
Gestern Abend habe ich mir dann meine Vorfilz-Stücke geschnappt, und mich ans Basteln einer Rose fürs in die Haare stecken gemacht. Die Idee und Anleitung dafür hatte ich aus „Praxiswissen Filzen“.
Ich habe mir die ungefähre Form eines Blütenblatts auf ein Stück Papier gezeichnet, ausgeschnitten und als Vorlage für 11 Blütenblätter auf den Filz gelegt. Nach dem Ausschneiden wollte ich die oberen Teile der Blütenblätter per Hand etwas nachfilzen, so dass sie ihre etwas „harten“ Schnittkanten verlieren und zu richtig festem Filz werden. Dies gestaltete sich dann aber schwieriger als gedacht, denn mein Vorfilz war wohl immer noch zu leicht angefilzt, was nun zur Konsequenz hatte, dass sich die Blätter statt zu verfestigen eher aufzulösen begannen…
Mit Mühe und einigem Rumprobieren hab ichs dann aber doch noch hinbekommen, halbwegs schön aussehende Blütenblätter zu produzieren. Dabei habe ich gemerkt, dass die schonendste Variante fürs Direkt-in-der-Hand-machen ist, die Blätter in die Handfläche zu legen und dann mit den Fingern ganz leicht zu bearbeiten. Dabei muss man immer vom Rand zur Mitte arbeiten, sonst gibt’s eben Löcher…
Zum Ausspülen habe ich die Teilchen dann vorsichtshalber in ein grosses Küchensieb gelegt (Geheimtipp! Funktioniert vorallem für kleine, leicht gefilzte Teile viel besser als andere Methoden ;-)).
Was ich, ausser der Auflöserei, am Vorbereiten der Rosenblätter schwierig fand, war, dass nur der obere Teil der Blütenblätter fertig gefilzt werden sollte, nicht aber der untere, da man diesen ja später, wenn die Rose zusammengesetzt ist, noch zusammenfilzen will…
Nach dem Trocknen konnte die Rose dann zusammengefügt werden, dies mit Nadel und Faden. Dann wurde der untere Teil nochmals in Seifenwasser getaucht und zwischen den Handflächen etwas gerieben, in Essigwasser getaucht und trocknen gelassen.
Da die Rose als Haarschmuck dienen sollte, habe ich am Schluss einfach eine Haarnadel unten quer durchgesteckt (ich musste mit einer groben Sticknadel etwas vorlochen).
Fertig war sie, meine erste Filzrose.
Das Resultat gefiel mir und so machte ich mich gleich an eine zweite, etwas kleinere Blüte, diesmal in weiss mit aufgefilzten roten Rändern. Hier bin ich etwas anders vorgegangen. Statt die Blütenblätter einzeln weiterzufilzen und darauf zu achten, dass die unteren Teile „heil bleiben“, habe ich alle Blätter zwischen Noppenfolie gelegt und mit dem Nudelholz eirst leicht, dann kräftig durchgenudelt =). Dann wurde alles ausgespült, in Essigwasser getränkt und trocknen gelassen.
Später habe ich die Blüte wiederum mit Nadel und Faden zusammengefügt und diesmal nicht nochmals gefilzt. Stattdessen habe ich eine Haarnadel durchgesteckt, dann weisses Baumwollband mit Textilkleber bestrichen und um die Wurzel drumgewickelt.
Hält bombenfest und die etwas kniffligeren Arbeitsschritte können so einfach und galant umschifft werden.

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