Verfrühte Weihnachten – Besuch beim Wolllieferanten

14.12.2013 13:01

Ok, ich gebs ja zu. Eigentlich wollte ich erst nach Weihnachten einmal beim Lieferanten meiner Filzwolle vorbeischauen. Mir wurde geraten, dort unbedingt einmal vorbeizugehen, trotz der Onlinebestellung, die ich letztens getätigt habe. Und eigentlich wollte ich auch nur ganz wenige Dinge nachkaufen. Styroporfüsse und etwas graue Filzwolle zum Beispiel.
Aber, wie es halt so ist, warten kann die Mia ganz schlecht und wenn dann so viele schöne Dinge zur Auswahl stehen, auch ganz schlecht nichts oder nur ganz wenige Dinge mitnehmen… Aber was soll’s, man gönnt sich ja sonst nichts 😉

Gestern morgen habe ich also in weiser Voraussicht von all meinen bereits vorhandenen Wollen kleine Flocken abgetrennt, in Tütchen verpackt und bin dann mit meinem Freund zum etwa 1 Autostunde entfernten Hof gefahren. Dort angekommen haben wir uns sofort in die Filzwoll-Abteilung gestürzt und uns dort einmal so richtig umgesehen. Es gab Einiges zu sehen… Ich fühlte mich, als wäre ich im Paradies gelandet. Allerlei Farben und Qualitäten standen zur Auswahl, ausserdem Zubehör und Anleitungsbücher aller Façon.
Etwa eine Stunde später war zur ursprünglich geplanten grauen Filzwolle und den Styroporfüssen noch einiges mehr dazugekommen, zwei Anleitungsbücher zum Beispiel, ein paar Wolllocken und noch einige Farben und auch zwei Farbmischungen an kardierter Wolle. Zum Glück hatte ich von meinen zu Hause vorhandenen Farben kleine Muster dabei, so konnte ich immer gleich prüfen, ob der ausgewählte Ton einigermassen zu den anderen passte und ob bei den Farben, bei denen ich noch eine hellere Nuance suchte, der Unterschied zur Wolle im Vorrat gross genug war.
Was ich ausserdem auch mal ausprobieren wollte, war, wie es ist, mit Vlies zu filzen, bisher hatte ich ja erst mit Kardenband und Kammzug gearbeitet. Als dafür geeignetes Testprojekt hatte ich mir Pantoffeln ausgesucht, deswegen mussten ja auch die Styroporfüsse her. Die zwei Farben, die es mir am meisten angetan hatten, mussten also ausser im Band auch noch im Vlies mit.

Am Ende war eine gute Portion toller Farben zusammengekommen und es ging in Richtung Kasse. Ja gut, natürlich gab’s all die schönen Sachen nicht gratis, allerdings hat mich das Total dann auch nicht aus den Socken gehauen. Meine Arbeitswut war geweckt und ich freute mich bereits beim Einladen ins Auto auf mein nächstes Projekt.
Auf dem Heimweg schauten wir dann noch schnell beim blau-gelben schwedischen Möbelriesen vorbei, um einige Kerzengläser und sonst allerlei Nützliches mitzunehmen. Dort fand ich überraschenderweise eine preiswerte Alternative zum teuren hölzernen Filzbrett (Schneidebrett „Boholmen“, Preis um Fr. 10.–/ 6 Euro).

Etwa Mitte Nachmittag waren wir wieder zu Hause und räumten unsere Schätze ein, anschliessend ging’s natürlich direkt ans Filzen der Pantoffeln, über deren Entstehung ich im nächsten Bericht schreiben werde.

Zum Glück hatte auch mein Freund an der ganzen Sache seinen Spass (er half mir sogar beim Überlegen von billigen Alternativen und Aussuchen der Materialien), so dass wir gemeinsam einen wunderbar entspannten und von kreativen Ideen nur so sprühenden vorweihnachtlichen Einkaufsbummel hatten 😉

Hier mein „Boholmen“:

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Und da die zwei Farbmischungen, sie wirken auf dem Bild aufgrund der Beleuchtung etwas knalliger/heller, als sie in Wirklichkeit sind:

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