Wie die Mia zum Filzen kam… oder: Der Wolleinkauf

24.11.2013 16:08
Eigentlich wollte ich die Nassfilzerei ja schon lange einmal ausprobieren. Was mich dann jedoch ewig abgeschreckt hat, war der Preis der im Internet und Bastelzentrum gefundenen Filzwolle… Und wenn man dann die Unterschiede in der Qualität nicht kennt und nicht weiss, was da kommt… Und gut herauskommen solls ja dann bei den Preisen schon…

Naja, letzte Woche hat dann jedenfalls bei mir im Nachbardorf ein vom örtlichen Frauenverein organisierter Kurs zum Thema „Windlichter filzen“ stattgefunden. Und da ich noch keinerlei Nassfilz-Erfahrungen hatte, dachte ich mir, das wäre wohl die perfekte Gelegenheit mich mal einführen zu lassen.

Spass gemacht hat’s, grossen Spass! Die sehr nette Kursleiterin hat echt super erklärt, wie das Ganze geht und so kam ich nach drei Stunden mit einem wirklich sehr süssen Windlicht mit Blumenmuster nach Hause.
Ausserdem konnte sie mir eine Quelle nennen, bei der ich die im Kurs verwendete Wolle in Top-Qualität zu einigermassen fairen Preisen beziehen konnte. Und das hab ich dann auch gemacht… Schliesslich wollte ich meine neu erworbenen Fähigkeiten ja weiterhin anwenden.
Was ich schnell merken musste, ist, dass Filzwolle per kg verkauft wird, Mindestmenge pro Farbe 100g. Nun, ich hatte ein 50g-Päckchen Wolle aus dem Bastelzentrum und dachte, ich könnte ungefähr abschätzen, wie viel 100g sein müssten. Weit gefehlt!
Als dann nach 4(!) Tagen schon das Paket vor der Tür stand, bin ich fast rückwärts umgefallen! Die bestellte Menge war vom Volumen her viel grösser als ich gedacht hatte 😉 Und so stand ich dann im Wohnzimmer inmitten eines BERGS Filzwolle in allerlei Farben und Qualitäten. Eieiei, wo soll die bloss untergebracht werden… Nun ja, ein Gutes hat’s ja: wenigstens kann ich jetzt rumprobieren ohne ständig irgendeiner Farbe nachrennen zu müssen…

Hier die ersten Ergebnisse:

P1040011

Output meiner ersten Woche unter den Filzern

Einige Infos für allfällige Nachahmer:

Das erste Bild zeigt das Windlicht aus dem Kurs. Soweit ich weiss haben wir dafür vor allem Merino genommen.

Die Stulpen im zweiten Bild sind aus Merino Kammzug, Teile der Deko sind aus kardierter neuseeländer Schafwolle. Ich habe sie an einem Stück gefilzt und dann nach dem Anfilzen auseinander geschnitten und separat fertiggemacht (Danke Yvonne für die Anleitung!).

Bei den Mohnblumen habe ich die schwarze Kugel in der Mitte separat gefilzt und dann im trockenen Zustand mit Textilleim reingeklebt.

Die Rosen bestehen aus zwei Filzkreisen, wovon der innere bis in die Mitte eingeschnitten und dann zusammengedreht ist.

Die Flügel der Biene habe ich nachträglich mit der Nadel angefilzt, die Fühler sind aus schwarzem Schmuckdraht.

 

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