Zu Weihnachten für meine Mama… eingefilzte Vase mit Schmetterlingen

26.12.2013 10:57
Meine Mama hatte sich zu Weihnachten von uns Kindern einen Beitrag an einen Liegestuhl gewünscht. Nun ist im Moment ja nicht gerade die passende Saison, um Gartenmöbel auszusuchen, trotzdem sollte sie am Weihnachtsabend was Schönes zum Auspacken haben. Also habe ich ihr eine Vase, die ich kürzlich im schwedischen Möbelhaus gekauft habe, eingefilzt und den Gutschein einfach drin versteckt.
Auf der Rückfahrt vom Wolllieferanten letztens habe ich nämlich die Anleitungsbücher schon etwas durchgeblättert und dachte mir, dass das wohl ihren Geschmack treffen könnte. Da ich ihr nicht so ein saisonabhängiges Modell schenken wollte, sondern eins, das sie das ganze Jahr über immer mal wieder verwenden kann, habe ich mich, statt für Sterne, für eine Variante mit Blumen und Schmetterlingen entschieden. Die Idee stammt also aus „Kreativworkshop Filzen“ von Inga Dünkelberg-Niemann, das Design ist aus meinem Schädel.
Im Grunde ist die Sache recht einfach, es wird eine Hülle, die über die Vase passt, gefilzt, ähnlich wie beim Filzen von Armstulpen.
Dies war in diesem Fall relativ schnell gemacht, da die Anforderungen punkto Stabilität und Dicke nicht so hoch sind.
Den Überzug habe ich direkt auf der Vase trocknen gelassen und dann mit den Schmetterlingen weiter gemacht. Die Vorlage dazu fand ich via berühmte Suchmaschine mit „g“, verkleinert habe ich sie in einem ganz normalen Textbearbeitungsprogramm.
Die zwei Schritte, die mir am meisten Kopfzerbrechen bereiteten, waren, wie ich die Form auf den Filzüberzug übertragen könne, ohne Spuren zu hinterlassen und wie ich anschliessend die Schmetterlinge ausschneiden könne, ohne das Material zu verziehen. Problem A löste ich nach langem Überlegen mit Bleistift, Problem B indem ich die Bleistiftlinien mit „Fray Check“ oder zu deutsch „Fransenstopp“ betröpfelte und vor dem Schneiden trocknen liess.
Schnell merkte ich, dass mein Ideal von „gar nicht mehr sichtbaren Linien“ wohl nicht ganz zu erreichen sein würde, allerdings verlieh die Schattierung der Umrisse den Schmetterlingen hie und da eine Kontur, die zwar so nicht beabsichtigt war, allerdings irgendwie auch toll aussah. Ich entschied mich also, statt auszubessern damit zu spielen.
Die fertige Vase, wahlweise auch (oder vielleicht noch viel besser) als Windlicht zu gebrauchen, siehst du hier:

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Angekommen ist das Werk übrigens sehr gut, auch diesmal wurde direkt eine Kerze reingestellt und die „erhellende Wirkung“ bewundert 😉

Für diejenigen, die das wirklich sehr nützliche Fray Check nicht kennen:

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